St. Johann Baptist Neu-Ulm

Die Gemeinde St. Johann Baptist entwickelte sich im 19. Jahrhundert aus der katholischen Garnisonspfarrei des 1810 am bayerischen südlichen Donauufer gegründeten Neu-Ulm.

Die 1857 erbaute Garnisons- und Pfarrkirche im neuromanischen Baustil wurde am 8.5.1862 zum ersten Mal geweiht auf den Namen St. Johann Baptist. Schon 40 Jahre nach der Weihe war die Kirche für die rasch wachsende Stadt aber zu klein. Während des 1. Weltkrieges entstanden erste Planungen des jungen Baumeisters Dominikus Böhm. 1922 bis 1926 fanden Erweiterungen und architektonische Veränderungen statt. Dazu wurden für das Mauerwerk Material vom Abbruch der Festungsbauten auf dem Neu-Ulmer Donauufer verwendet. Unter Erweiterung der Seitenschiffe, der Taufkapelle, der Kriegergedächtniskapelle, des Portalvorbaus, der Sakristei, der Chorkapelle und der Mesnerwohnung wurde St. Johann Baptist zur jetzigen Form umgestaltet. 1927 wurde die Kirche ein weiteres Mal eingeweiht. Nachdem die Kirche im 2. Weltkrieg durch Luftangriffe schwer beschädigt wurde, erhielt der Baumeister Dominikus Böhm ein weiteres Mal den Auftrag die Kirche wieder aufzubauen. Dabei wurde zwar das Lichtkonzept auf Wunsch der Gemeinde, durch Verbreiterung einiger Fenster, etwas verändert, Böhm konnte jedoch das Wesentliche seiner Licht-Raum-Konzeption, die optische Hinführung auf den Altarraum als geistige Mitte der Kirche, noch verstärken.  Am 29.7.1951 feierte Neu-Ulm die dritte Kirchweihe. 1973 zeigte sich jedoch, dass beim raschen Wiederaufbau nach dem Krieg die Schäden in der Bausubstanz nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. So kam es zu einer weiteren umfassenden Restaurierung von 1980 bis 1985.  Statische Sicherung der Bausubstanz, Einbau einer Heizung, Ausgestaltung des Raumes unter dem Chor zur sog. Krypta, Ausgestaltung des Innenraumes mit Terrakottaboden und der Ausstattung der Kirche mit dem Altarstein hatten die 4. Altarweihe im Verlauf von 120 Jahren am 14.12.1980 zur Folge. Sie eröffnete gleichzeitig die Möglichkeit zur Gottesdienstfeier, wie sie das II. Vatikanische Konzil durch die Liturgiereform empfiehlt. Die 6 Altäre der Pfarrkirche bergen Reliquien von 9 Heiligen: Hl. Ulrich und Hl. Afra, Hl. Simpert, Hl. Theresia von Lisieux, Hl. Ignatius von Loyola, Hl. Johannes Baptist Vianney, dem Pfarrer von Ars, der Hl. Christina von Rom und der Hl. Lactanus und Modestus.

St. Johann Baptist gehört weltweit zu den bedeutendsten Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts – zahlreiche Besuche von Architekten und Kunstsachverständigen dokumentieren dies. Inzwischen ist die Kirche zum Denkmal Nationaler Bedeutung erhoben worden.

Aktuell erhält St. Johann Baptist eine weitere notwendige Sanierung der Bausubstanz. Gleichzeitig findet eine aufwendige Innensanierung (Reinigung der Wände, Änderung des Lichtkonzepts und der Elektrik), sowie ein Umbau der Krypta statt.

Aufgrund der Baumaßnahmen wird die Kirche ab dem 7. Januar 2019 für ca. 11 Monate geschlossen sein.

 

 

Die Kirche ist Dienstag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Donnerstag ab 8 Uhr bis nach der Eucharistiefeier um 19.45 Uhr.

Samstag von 8.30 Uhr bis nach dem Vorabendgottesdienst um 19.30 Uhr.

Sonntag von 9.30 bis 18 Uhr.

Johanneshaus, Neu-Ulm Johannesplatz 4

 

Belegungsplan des Johanneshauses

Hier finden Sie eine Übersicht der Raumbelegung des Johanneshauses Neu-Ulm.
 

Saal
Konferenzraum
Adolph Kolping-Raum
Gruppenraum