Gebets- und Andachtsformen

In unserer Kirche gibt es einen reichen Schatz an Gebetsformen. Menschen unterscheiden sich darin, wie sie mit Gott in Kontakt treten möchten. Wir laden Sie ein zu ganz unterschiedlichen Begegnungen mit Gott mitten in unseren Gemeinden.

Im Advent öffnet St. Johann Baptist vom 30. November – 19. Dezember, täglich (außer montags) von 18 – 20 Uhr weit die Kirchentüren und lädt, parallel zum Mittelaltermarkt, ein zur adventlichen Besinnung. Gönnen Sie sich eine Auszeit und kommen Sie in die Kirche. Dort erwartet sie täglich ein wunderbares Programm. Sie dürfen da sein bei meditativen Klängen, geistliche Impulsen und sind an einzelnen Tagen eingeladen adventliche Musik mitzusingen.

Hier ist das Programm:
30. November: Meditative Musik
1. Dezember: Vorabendgottesdienst, anschl. Meditationsmusik
2. Dezember: Meditative Lieder singen und Impulse (Leitung: Band von St. Johann Baptist)
4. Dezember: Impulse und meditative Musik (Leitung: Kaplan Bernd Rochna)
5. Dezember: Impulse und meditative Musik (Leitung: Pfarrer Markus Mattes)
6. Dezember: Rosenkranz und Heilige Messe
7. Dezember: Impulse in Texten und Bildern, meditative Musik (Leitung: Brigitte Friedl)
8. Dezember: Vorabendgottesdienst, anschl. Meditationsmusik
9. Dezember: Taizéabend mit biblischen Impulsen und Gebeten (Leitung: Taizégruppe St. Albert)
11. Dezember: Advent – Warten auf eine besondere Begegnung (Leitung: Liturgiekreis St. Albert)
12. Dezember: Mary`s Secrets Ensemble: Impulse, Texte, Lieder zum Hören und Mitsingen (Leitung: Maria Kleinhans)
13. Dezember: Rosenkranz und Heilige Messe
14. Dezember: Adventslieder singen und Impulse (Leitung: Kirchenchor von St. Johann Baptist)
15. Dezember: Abend der Versöhnung mit Heiliger Messe (Gestaltung: Adorateteam)
16. Dezember: Im Anfang war das Wort. Impulse aus dem Johannesevangelium mit Musik von Antonio Vivaldi (Leitung: Peter Woytaszek)
18. Dezember: Meditative Musik mit Impulsen (Leitung: Christiane Kroker)
19. Dezember: Impulse und meditative Musik (Leitung: Ilona Thalhofer)



 
Zu den bekanntesten Gebetsformen in der katholischen Kirche gehört sicherlich der Rosenkranz. Frauen in St. Johann beten ihn seit Jahrzehnten an jedem neuen Tag in unserer Kirche.

Das Wort „Rosenkranz“ kommt vom lateinischen Wort „rosarium“ und wird mit Rosengarten übersetzt. Die Rosen symbolisieren seit alters her die Gottesmutter Maria. 59 Perlen sind auf einer Kette aufgereiht.

In Jesus Christus hat Gottes Zuneigung zu uns Menschen Hand und Fuß angenommen. Diese Liebe soll uns gerade im Rosenkranz vor Augen geführt werden. Die Gedanken kreisen in den sogenannten Rosenkranzgeheimnissen um den Weg, den Gott in Christus zu uns Menschen gegangen ist: Sein Weg von der Empfängnis, sein Leben in dieser Welt, sein Leiden, sein Sterben bis hin zur Auferstehung und zur Rückkehr zu Gott, seinem Vater. Eine Reihe von zehn Perlen beginnt mit dem „Vater unser“; es schließen sich zehn „Gegrüßet seist du, Maria“ an, in die jeweils Ereignisse aus dem Leben Jesu oder Marias eingefügt werden, z. B. Gegrüßet seist du, Maria, … deines Leibes Jesu, der uns den Heiligen Geist gesandt hat, heilige Maria, Mutter Gottes, …“

Wenn die Perlen durch die Finger gehen, stehen Menschen vor uns, die den Weg Gottes mitgegangen sind: Maria, Josef, Elisabeth und andere biblische Gestalten.

Der Rosenkranz ist ein anschauliches Beten. Es ziehen biblische Bilder an uns vorüber; wir gehen hinein in die Gegenwart Gottes und können Ruhe finden. Das Rosenkranzgebet möchte eine schlichte Form des meditativen Betens sein. Ich muss nicht viel nachdenken, im einfachen Sprechen der Kerngebete unseres Glaubens (Vater unser, Glaubensbekenntnis, Ave Maria) haben wir Gottes Weg zu uns und seine Liebe vor Augen.

Sechsmal das „Vater unser“, dreiundfünzigmal das „Gegrüßet seist du, Maria“ – ist das nicht ein langweiliges Beten? Viele mögen beim Rosenkranz zuerst an Langeweile und ständige Wiederholung denken. Aber ist dann unser Herzschlag, das Atemholen nicht auch etwas Langweiliges? Und erhält das ständig sich wiederholende Atmen nicht unser Leben? Sind es nicht in vielen Lebensbereichen die Wiederholungen, die unserem Leben eine Ordnung und eine Struktur geben?

Den Rosenkranz kann ich eigentlich überall beten: zu Hause, im Krankenzimmer, bei Spazierengehen, im Auto, …, den ganzen Rosenkranz oder nur ein paar Perlen. Sehr gerne wird der Rosenkranz vor allem an Wochentagen vor dem Gottesdienst gebetet.

Eine gute Anleitung zum Rosenkranzgebet finden Sie im Gotteslob unter der Nummer 4.

Die Rosenkranzzeiten in St. Johann Baptist finden Sie hier und im Gottesdienstanzeiger

Dezember 2018

Januar 2019

Schon im Mittelalter, als die Menschen zeitweise nicht mehr so häufig die Kommunion empfingen, bildete sich eine Schau- oder Anbetungsfrömmigkeit. Besonders in Frankreich liebten es die Menschen in Kontakt mit Jesus zu sein, indem Sie seinen Leib in Form des Brotes betrachteten, anbeteten, in Lobliedern ehrten und Fürbitte hielten. Stundenlange Betrachtungszeiten sind und bleiben bis heute für viele Menschen Teil einer intensiven Beziehung zu Christus. Gleichzeitig halten Menschen stellvertretend für die Menschheit der Welt Wache beim Allerheiligsten. Gottes Liebe fließt über, in jedem Augenblick. Jemand sollte da sein und sie in Empfang nehmen. Dabei dürfen wir uns bewusst werden: Gott muss seine Größe zurücknehmen, um uns nicht zu überfordern. Er selber muss sich verbergen, weil wir den, der er wirklich ist, gar nicht fassen könnten. Je mehr Gott von sich selber zeigt, umso mehr wird uns bewusst, wie klein wir in Wahrheit sind vor dem Allmächtigen. Und doch macht er sich nahbar, erfahrbar, sichtbar im Brot. Gott gibt aus Liebe alles dafür, dass wir zu ihm kommen.

Wir laden Sie an jedem ersten Freitag im Monat ein in die Krypta von St. Johann Baptist, Johannesplatz. Dort können Sie Jesus begegnen, indem Sie in die Stille des Raumes eintauchen.
Ab 19.00 Uhr stehen auch Priester im Beichtstuhl zum Gespräch und zur Spendung des Beichtsakramentes bereit. Gegen 20.45 Uhr beten Priester und Gemeinde in der Krypta das Abendgebet der Kirche, die Komplet.
Bitte beachten: Ab Januar ist unsere Kirche geschlossen. Der Herz-Jesu-Freitag findet dann in der Kapelle der Donauklinik, Krankenhausstraße 11, 89231 Neu-Ulm, statt.

2019

Frère Roger Schutz kam Mitte des vergangenen Jahrhunderts mit dem Fahrrad in ein kleines Dorf mitten in Burgund/Frankreich. Auf dem Herzen hatte er die Gründung einer geistlichen Gemeinschaft. Taizé ist heute der Ort, an dem sich vor allem die Jugend der Welt trifft zur geistlichen Einkehr, zum Gebet, zur Neuausrichtung, zum Auftanken. Denn durch die ökumenische Gemeinschaft des Roger Schutz entstand dort ein Ort mit ganz eigener Spiritualität, eigenen Gesängen, Impulsen und Gebeten, die seit Ende des vergangenen Jahrhunderts auch Einzug in die kirchlichen Ortsgemeinden halten.

Beim Taizégebet laden wir Sie ein zu einem Abend in ganz besonderer Atmosphäre. Neben Lichterglanz durch Kerzen versprechen die sich immer wiederholenden Lieder und die Gebete einen Abend, an dem man sicher zur Ruhe findet und bei Gott ankommt.

Leitung: Taizéteam aus St. Albert, Offenhausen
Ort: St. Albert, Ecke Schiller-/Goethestraße

Termine:

2019

Ausgehend von der weltweiten Gebetsaktion „Moms in Prayer“, war es uns ein Bedürfnis auch unsere Kinder und Familien Gottes Schutz anzuvertrauen. Weltweit treffen sich Mütter wöchentlich in einem kleinen Kreis und beten dort miteinander und füreinander im Anliegen der Kinder und Familien.

Unser Anliegen ist es, neben den persönlichen Problemen auch die Not der Kinder und Familien weltweit zu sehen und für Sie um Gottes Schutz und Hilfe zu bitten. Familien sind die kleinste Zellen gelebter Gemeinschaft. Sie sind es wert, dass wir sie schützen und bewahren. Als Kirche sind wir ein Leib, vereint in Jesus Christus. Das wollen wir in Gebeten, Liedern und Impulsen vor Gott bringen.
Nach der Andacht laden wir zum gemütlichen Austausch ins Johanneshaus ein.

Leitung: Team Mütter beten aus der PG Neu-Ulm
Ort: St. Johann Baptist, Johannesplatz, 89231 Neu-Ulm

Termine:

2019

Ab und zu brauchen wir ein wenig Zeit für uns selbst, um wieder neu inne zu halten, bewusst Pause zu machen, zu entspannen und zu spüren, was in uns geschieht.
Entspannen ist eine Quelle des Loslassens zu mehr Gelassenheit, Energie und Lebensfreude. Durch die Anwendung therapeutischer Methoden wollen wir körperliche und seelische Belastungen lösen, in achtsamer Atmosphäre kleine Inseln der Ruhe im Alltag schaffen, uns eine Auszeit nehmen und die wohltuende Wirkung der Spiritualität auf den Körper erfahren.
Im Anschluss an die Übungen besteht die Möglichkeit bei einem Tässchen Tee zu verweilen.

Leitung: Sylvia Schuck, Diplom-Sozialpädagogin und systemische Familientherapeutin
Ort: Johanneshaus, Johannesplatz 4, 89231 Neu-Ulm, 3. Stock

Termine:

2018

2019

 

Geist des auferstandenen Christus,
du weisst, wie wenig menschliche Sprache auszudrücken vermag, was in der Tiefe geschieht.
Doch du bist es, der bei unserem schlichten Gebet zu uns spricht,
bisweilen durch ein Wort, durch ein Ereignis, manchmal in einem Stillehauch.
Du sprichst zu uns und in deiner Gegenwart bricht das Morgenrot eines Vertrauens an.
(Frère Roger aus Taizé)

Alle, die sich von diesen Sätzen angesprochen fühlen, sind herzlich eingeladen. Denn:

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“

Leitung: Team Wo 2 oder 3 Gebete aus St. Mammas/Finningen und St.Margaretha/Reutti
Ort: St. Margaretha Kirche, Reutti (bei Kälte im Gemeindehaus nebenan)

Termine:

2019

Jedes Jahr am ersten Freitag im März geht eine einzigartige Gebetskette um den ganzen Globus. Die größte ökumenische Basisbewegung der Welt! Wir beten alle aus einer gemeinsamen Gebetsordnung als Schwestern und Brüder auf Augenhöhe in Nord und Süd verbunden mit Christen in über 170 Ländern. Auch in unserer PG kommen in Neu-Ulm, Pfuhl, Offenhausen und Finningen/Reutti Frauen aus den verschiedenen Konfessionen zusammen, um diesen Gottesdienst mit viel Lebendigkeit zu gestalten und zu feiern. Es ist immer wieder beeindruckend, das unkomplizierte Miteinander und die Suche nach dem Wesentlichen zu erleben.

„Kommt, alles ist bereit!“ So lautet der offizielle deutsche Titel des Weltgebetstages 2019. Frauen aus Slowenien haben die Gottesdienstordnung verfasst.

Termine, Leitung, Ansprechpartner und Ort
Termin: 1. März 2019
Leitung: Weltgebetstagsteams der katholischen und evangelischen Gemeinden und der Baptistengemeinde im Wiley.
Ansprechpartner: Gemeindereferentin Brigitte Weiss,
Ursula Miller (Pfuhl), Ulrike Schaz (Offenhausen), Marie Schütte de Lujan (Finningen)

Termin und Orte:

2019

Als Kreuzweg bezeichnen wir den Leidensweg Jesu Christi, der sich in Jerusalem konkret an der Via Dolorosa festmacht. Die einzelnen Stationen dieses Leidensweges wurden innerhalb der Kirche zu einer eigenen Andachtsform. Als Beter folgen wir dabei häufig den einzelnen Kreuzwegstationen, die entweder als Bilderzyklus oder als Skulpturengruppe in den meisten Kirchen vorhanden sind. Alternativ gehen wir die Station im Gebet und im Geist durch.

In St. Johann Baptist bereiten verschiedene Gruppierungen diese Kreuzwegandachten als wichtigen Teil der österlichen Bußzeit vor und beten ihn mit der Gemeinde an den Freitagabenden der Fastenzeit um 19 Uhr.

Leitung je einer Andacht: Kolping, Pfarrgemeindedienst, Team Mütter beten, u.a..
Ort: Johanneshaus, Johannesplatz 4, 89231 Neu-Ulm

Termine:

2019

Kreuzweg in St. Johann Baptist

 

Seit frühester Zeit beten Christen Novenen. Der Begriff «Novene» stammt aus dem Neuen Testament, als Maria und die Apostel nach der Himmelfahrt Jesu neun Tage gemeinsam im Gebet verharrten, den verheißenen Heiligen Geist erwartend, der sie am «Pfingsttag» erfüllte (Apg 2,1). Seitdem wurde es in der Tradition der Kirche zum Brauch, Novenen zu beten.

Meist bestehen die Gebete aus einem gleichbleibenden und einem täglich wechselnden Teil. In unserer Pfarreiengemeinschaft beten wir die Novene zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten täglich um 19.00 Uhr in St. Albert, Offenhausen und erbitten dabei den Heiligen Geist für unsere Gemeinden.

Die katholische Kirche kennt eine Unzahl von mehr oder weniger ausführlichen Novenengebeten, die sehr oft mit der Fürbitte eines Heiligen verknüpft sind. Grundsätzlich kann aber jedes Gebet als Novene verwendet werden, wenn es an neun (möglichst) aufeinanderfolgenden Tagen treu verrichtet wird.

2019

  • Novene

    , Do. 30.05.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Fr. 31.05.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Sa. 01.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , So. 02.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Mo. 03.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Di. 04.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Mi. 05.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Do. 06.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert
  • Novene

    , Fr. 07.06.2019, 19:00 – 19:30 Uhr, St. Albert